Tausende Frauen gehen am Internationalen Frauentag in Asien auf die Strassen

Anlässlich des Internationalen Frauentags sind in Asien tausende Frauen auf die Strassen gegangen und haben dabei ihre Rolle bei seit längerem andauernden Protestbewegungen hervorgehoben.

Scharen von Frauen in bunten Saris drängten sich in den Aussenbezirken der indischen Hauptstadt Neu Delhi, wo sie sich einem monatelangen Protest gegen die Agrarreformen anschlossen. Im benachbarten Myanmar protestierten Frauen in der grössten Stadt Yangon an vorderster Front erneut gegen die Militärjunta, die sich vor mehr als einem Monat an die Macht putschte.

Einige schwenkten Longyis – die traditionellen Wickelröcke auch für Männer – während eines Protests in Yangon, wo Demonstranten regelmässig mit Sicherheitskräften zusammenstossen. «Die politische Frage geht uns alle an – Männer und Frauen», sagte Cora, eine 33-jährige Demonstrantin. «Bei diesem Aufstand sind die Frauen auf die Strasse gegangen und haben die Proteste angeführt.»

In Indien betonten die Frauen ihre Rolle bei den Protesten gegen die Agrarreform, die seit Ende November Indien erschüttern und eine der grössten Herausforderungen für die Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi geworden sind. Auch im konservativen Pakistan protestierten Frauen von Lahore bis zur Provinz Belutschistan nahe der Grenze zu Afghanistan. Hunderte Frauen versammelten sich auch in der philippinischen Hauptstadt Manila, um gegen die Tötung mehrerer Aktivisten am Vortag zu demonstrieren.

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